53. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2014

Berlin


Stellv. Bgm Andreas Höhne (r), Stadtrat Uwe Brockhausen (l) und stellv Fraktionsvorsitzender Ulf Wildem (m)

Am 13. August 2014 jährte sich der Bau der Berliner Mauer zum 53. Mal. In einer bewegenden Rede führte der Bezirksverordnetenvorsteher und Zeitzeuge Dr. Hinrich Lühmann über die unvergessliche Situation aus, welche über 28 Jahre die Teilung Berlins bedeutete. 156 Tote sind bisher an der

Berliner Mauer bekannt geworden. Vielfach vergessen wird allerdings, dass Frohnau bereits seit 1952 von der sogenannten „Zone“ mittels Stacheldrahtzaun isoliert wurde.

Neben Michael Bittner, welcher an der Oranienburger Chaussee auf Glienicker Seite 1986 erschossen wurde, gab es bereits den Polizisten Herbert Bauer der West-Berliner Polizei, der 1952 von sowjetischen Soldaten erschossen wurde. Er wollte einer Familie aus Westdeutschland zur Hilfe eilen. Mit dem Bau der Berliner Mauer hat das DDR- Regime vor dem Freiheitswillen der DDR-Bevölkerung kapituliert und ein großes Gefängnis geschaffen. Familien und Freundschaften in Berlin wurden geteilt. Erst durch von Willy Brandt ausgehandelte Passier- scheinabkommen 1963-1966 war ein tageweiser Besuch bei Verwandten in Ostberlin möglich.

Eine weitere Verbesserung der Besuchsmöglichkeiten trat erst mit dem Vier-Mächteabkommen von 1971 ein. Danach konnten Bürger aus Berlin (West) ab 1972 auch wieder Ostberlin und das Umland bei Besuchen betreten.

Frohnau blieb aber bis zum Februar 1990 vom Umland getrennt. Erst seither kann Frohnau wieder über die B 96 aus Hohen Neuendorf erreicht werden.