Franz Neumann – Todestag jährt sich zum 40. Mal am 9.10.2014

Geschichte


Foto von Franz Neumann, Quelle SPD Berlin

In Reinickendorf gibt es eine U- Bahnstation Franz-Neumann-Platz.

Wenige wissen, dass Franz Neumann nach dem Zweiten Weltkrieg von der französischen Besatzungsmacht als Bürgermeister von Reinickendorf eingesetzt wurde.

Er war ein Arbeiterkind aus dem Berliner Bezirk Friedrichshain – aufgewachsen in einer sechsköpfigen Familie unter arg bedrängten Wohnverhältnissen, wie sie für proletarisches Leben in der wilhelminischen Klassengesellschaft kennzeichnend waren. Seit 1929 hat er im Bezirk Reinickendorf in der Genossenschaftssiedlung Freie Scholle bis zu seinem Tode am 09.10.1974 gewohnt.

Er war Spitzenkandidat für die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorfs bei der Kommunal- wahl 1933. Kurz nach der Wahl wurde er von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern entfernt und ging in den Widerstand. Bereits bei den ersten Verhaftungswellen wird er verhaftet und verbüßt eine Haftstrafe im KZ Sachsenhausen.

Nach dem Ende des Krieges gibt er entscheidende Impulse für den Wiederaufbau der Berliner SPD. Franz Neumann koordiniert innerparteilich die Ablehnung der Fusion mit der KPD im Westteil.

Am 02.04.1946 wird er zum Landesvorsitzenden der SPD gewählt. Den Vorsitz hat er bis 1958 inne.

Franz Neumann gehörte von 1949 bis 1960 dem Berliner Abgeordnetenhaus an und war bis 1969 Mitglied im Deutschen Bundestag.