Nachrichten zum Thema Geschichte

Otto Wels Geschichte Gedenken an Otto Wels

„Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht.“ Vor 82 Jahren, am 23. März 1933, stemmte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Otto Wels im Reichstag in einer dramatischen Rede gegen die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur. Die gesamte SPD-Fraktion stimmte gegen das Ermächtigungsgesetz. Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten widerstanden den Nazis trotz Bedrohung mit Verfolgung und Mord. Seit ihrer Gründung 1863 kämpft die SPD für ihre Grundwerte, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Wir stehen für das soziale und demokratische Deutschland – gestern, heute und morgen.

Veröffentlicht am 01.05.2015

 

Friedrich Ebert 1924 Geschichte 90. Todestag von Friedrich Ebert!

Am 28.02.2015 jährt sich der 90. Todestag von Friedrich Ebert.

Er wurde am 04. Februar 1871 in Heidelberg geboren. Nach dem Ende seiner Wanderschaft als Sattler nach der Ankunft in Bremen beginnt er gewerkschaftlich und politisch aktiv zu werden. Schon als junger Sattlergeselle hatte sich der gebürtige Heidelberger für die Belange der Arbeiter eingesetzt. Ab 1900 ist er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Ab 1905 gehört er dem Parteivorstand der SPD auf Reichsebene in Berlin an. Nach dem Tode von August Bebel 1913 ist er einer der beiden Vorsitzenden der SPD.

Während des Ersten Weltkrieges vertrat Ebert nachdrücklich und bis zum Schluss die Politik der „Vaterlandsverteidigung“ und des innenpolitischen Stillhaltens (Burgfriedenspolitik) gegen jene Sozialdemokraten, die diese Politik ablehnten.

Der vom Kaiser ernannte Kanzler Prinz Max von Baden erklärte eigenmächtig die Abdankung des Monarchen und überträgt sein eigenes Amt dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert.

Ebert wurde später von der Nationalversammlung im Februar 1919 zum ersten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt.

Er starb mit 54 Jahren an einer Blinddarmentzündung am 28.02.1925. Im Wedding in der Afrikanischen Straße erinnert ein Gedenkstein in der Friedrich-Ebert-Siedlung an ihn. 

Bildquelle: http://www.fes.de/archiv/adsd_neu/inhalt/downloads/ebert.htm 

Veröffentlicht am 28.02.2015

 

August Bebel Geschichte 175. Geburtstag von August Bebel – Mitbegründer der SPD!

Am 20.02.2015 jährt sich der 175. Geburtstag von August Bebel. Er wurde am 22. 2.1840 als Sohn eines Unteroffiziers in Deutz bei Köln geboren. Er lernte das Drechslerhandwerk und trat 1861 in den liberalen Leipziger Arbeiterbildungsverein ein. Mehrfach saß er für seine politischen Überzeugungen in Haft.

1869 war Bebel an der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei SDAP (Vorläufer der SPD) beteiligt.

In der Zeit des Sozialistengesetzes 1878- 1890 wurde August Bebel zum unumstrittenen Führer der SPD und war viele Jahre Mitglied des Reichstages.

Von 1892 bis zu seinem Tode 1913 ist er der Vorsitzender der SPD und zentrale Führungsfigur der Partei.

Berühmt ist er auch für seinen Einsatz für die berufliche und politische Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. 1879 formuliert er in seinem einflussreichen Werk "Die Frau und der Sozialismus": "Es gibt keine Befreiung der Menschheit ohne die soziale Unabhängigkeit und Gleichstellung der Geschlechter."

Sein Porträtbild dürfte vor hundert Jahren in kaum einem Arbeiterhaushalt gefehlt haben. Als der "Arbeiter-Kaiser" am 13. August 1913 in Passog (Schweiz) an Herzversagen stirbt, geht eine Epoche zu Ende.

Hunderttausende trauern. Ein Jahr später brechen Europas Monarchen den Ersten Weltkrieg vom Zaun. Sie wissen es noch nicht, aber ihre Welt geht unter. August Bebel hat es vorausgesagt. 

Bildquelle: http://archiv.spd-berlin.de/w/gfx/medium/05geschichte/gesch_bebel1910-kl.jpg 

Veröffentlicht am 02.01.2015

 

Foto von Franz Neumann, Quelle SPD Berlin Geschichte Franz Neumann – Todestag jährt sich zum 40. Mal am 9.10.2014

In Reinickendorf gibt es eine U- Bahnstation Franz-Neumann-Platz.

Wenige wissen, dass Franz Neumann nach dem Zweiten Weltkrieg von der französischen Besatzungsmacht als Bürgermeister von Reinickendorf eingesetzt wurde.

Er war ein Arbeiterkind aus dem Berliner Bezirk Friedrichshain – aufgewachsen in einer sechsköpfigen Familie unter arg bedrängten Wohnverhältnissen, wie sie für proletarisches Leben in der wilhelminischen Klassengesellschaft kennzeichnend waren. Seit 1929 hat er im Bezirk Reinickendorf in der Genossenschaftssiedlung Freie Scholle bis zu seinem Tode am 09.10.1974 gewohnt.

Er war Spitzenkandidat für die Bezirksverordnetenversammlung Reinickendorfs bei der Kommunal- wahl 1933. Kurz nach der Wahl wurde er von den Nationalsozialisten aus allen Ämtern entfernt und ging in den Widerstand. Bereits bei den ersten Verhaftungswellen wird er verhaftet und verbüßt eine Haftstrafe im KZ Sachsenhausen.

Nach dem Ende des Krieges gibt er entscheidende Impulse für den Wiederaufbau der Berliner SPD. Franz Neumann koordiniert innerparteilich die Ablehnung der Fusion mit der KPD im Westteil.

Am 02.04.1946 wird er zum Landesvorsitzenden der SPD gewählt. Den Vorsitz hat er bis 1958 inne.

Franz Neumann gehörte von 1949 bis 1960 dem Berliner Abgeordnetenhaus an und war bis 1969 Mitglied im Deutschen Bundestag.

 

 

Veröffentlicht am 16.08.2014

 

Foto von Willy Brandt, Quelle: AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung Geschichte Zum 100. Geburtstag von Willy Brandt

Der bedeutendste sozialdemokratische Bundeskanzler und Vorsitzende der SPD wurde am 18.12.1913 in Lübeck geboren.
Seine Mutter, eine Verkäuferin, war zu diesem Zeitpunkt 19 Jahre alt. Schon im Alter von 16 Jahren trat er der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ) bei. Wenig später trat er in die SPD ein, wechselte aber schon 1931 zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP), die sich von der SPD abgespalten hatte, und wurde der Vorsitzende ihrer Jugendorganisation in Lübeck. Nach seinem Abitur 1932 arbeitete er als Volontär in einer Schiffsmaklerfirma.
Unter dem Kampfnamen Willy Brandt ging er nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im April 1933 nach Norwegen ins Exil. Er engagierte sich europaweit im Widerstand und trat wieder in die Exil-SPD ein. Kehrte 1946 nach Berlin zurück. Er ließ sich unter dem Namen Willy Brandt 1947 in Deutschland wiedereinbürgern.
In Berlin prägent war die Zeit als Regierender Bürgermeister von 1957 bis 1966. Er handelte u.a. das erste Passierscheinabkommen zum Besuch des Ostteils der Stadt durch West-Berliner nach dem Mauerbau 1961 aus. Diese Politik der Verständigung und Annäherung setze er als Außenminister ab 1966 und Bundeskanzler ab 1969 mit seiner Ostpolitik fort. Nach dem Rücktritt 1974 widmete er sich intensiv entwicklungspolitischen Fragen und trat weltweit für Frieden, Menschenrechte und sozialen Ausgleich ein. Er starb in Unkel bei Bonn am 8.10.1992.

Veröffentlicht am 03.11.2013